
Zu Tipp 4:





Diese Seite widme ich allen Patchworkern, die mir in Kursen und Gildetreffen wertvolle Techniken vermittelten, die die Qualität eines hochwertigen Endproduktes verbessern und gewährleisten helfen. Kleine Tipps und Tricks können unser Quilterleben erleichtern und bereichern, daher möchte ich sie Ihnen nicht vorenthalten und nach und nach auf dieser Seite veröffentlichen.
A. Mit diesem Arbeitsgang, „blocking“ im Englischen genannt, wird sichergestellt, dass die fertige Arbeit gerade und flach liegt (oder hängt), indem die Fasern fixiert werden. Joyce Becker lernte die Technik von Sonia Grasvik© und zeigte sie uns in einem Kurs für Landschaftsquilts. (Luscious Landscapes by J.R. Becker)
B. Bei einer anderen Variante
des „blocking“ wird der Quilt nicht mit Hitze gedämpft,
was sich insbesondere bei eingearbeiteten Synthetikfasern oder Garnen
empfiehlt. Dabei wird der Quilt wie in A ausgebreitet und dann mit einer
Sprühflasche satt mit Wasser benetzt und so lange liegengelassen,
bis er trocken ist.
Dieser Arbeitsgang empfiehlt sich sowohl für das Quilt Top in Arbeit, z.B. vor dem Ansetzen der Umrandung oder Quilten, als auch für das gequiltete Werk. Fingerspitzengefühl ist für diese Kleinigkeiten angesagt, aber sie machen in der Qualität des Endprodukts viel aus. So achtsam wie möglich zu arbeiten ist immer noch nicht sorgfältig genug!
Um diesen Arbeitsgang mit Erfolg
zu meistern, ist es ratsam die letzte Umrandung des Quilt Tops etwas breiter
als geplant (etwa 3 cm) anzusetzen. (siehe auch Tipp 3, „Die perfekte
Umrandung“) Außerdem kann man mit vorherigem „Blocking“
(Tipp1) schon viel ausrichten, indem man den Quilt in nassem, liegenden
Zustand in die richtige Form bringt;
Es ist schon eine Kunst, einen perfekten Quilt herzustellen, der gleichmäßige, parallele Seiten hat und flach an der Wand hängt oder auf dem Bett liegt. Maßgeblich dazu beitragen kann das gewissenhafte Ansetzen der Umrandung, nachdem die Arbeit vorher rechtwinklig ausgerichtet wurde (Tipp2) Am stabilsten verhält sich der Stoff, wenn die Streifen für den Rand parallel zur Webkante geschnitten werden. Im Querfadenlauf geschnittene Streifen ziehen sich leichter in die Länge. Vorsicht ist auch geboten, bei Briefecken: der diagonale Saum kann sich beim Quilten leicht ausweiten.
Dieser Abschluss eignet sich gut für Einfassungen, die doppelt gelegt sind, ich nehme meistens 6,5 cm breite Streifen, und nähe sie ca. 0,7 cm breit an
Ich habe zu wenig Wände für zu viele Quilts. Einige von ihnen müssen im dunklen Schrank auf Ihren Auftritt (je nach Jahreszeit) warten.
Um das Knittern während der Lagerung vorzubeugen ist es sinnvoll die Arbeiten im schrägen Fadenlauf zu falten, d.h., man klappt immer eine Ecke nach innen, bis die ideale Größe zum Aufbewahren erreicht ist .
Das sieht nicht sehr stilvoll aus....also, wundern Sie sich nicht, wenn Sie demnaechst ein Paket mit einem sonderbaren Bündel von Quilts geschickt bekommen...
Falls diese Methode Ihnen zu unästhetisch ist, die Falte auf jeden Fall parallel zur Ober- und Unterkante legen.
Um sich das Anfertigen von Schlaufen oder Tunnel zu ersparen, kann man fuer kleinere Arbeiten mit Briefecken arbeiten, die nicht von Hand festgenaeht werden muessen. Dazu werden einfach mit der Einfassung in jede obere Ecke der Arbeit zwei Dreiecke mit eingenaeht. Diese sind aus Quadraten gefaltet und brauchen nicht gesaeumt oder vernaeht zu sein, da sie buendig an die Quiltkante gelegt, und mit eingefasst werden. Ein kleines Rundholz wird anschliessend in die beiden Ecken eingeklemmt und die Arbeit kann, an der Wand befestigt, bewundert werden!
Grundsätzlich kann man die Stoffe damit vor der Verarbeitung behandeln um ein akribischeres Resultat zu erzielen, besonders, wenn man mit vielen Diagonalen im schrägen Fadenlauf arbeiten muss. Das bietet sich ebenfalls bei Jacquardstoffen an, die ja sehr locker gewebt sind. Es läßt sich aber auch im Nachhinein vieles mit Sprühstärke retten....ein Rand, der zu wellig ist, ein einzelner Block, der nicht in Form ist. Er kann in der erwünschten Größe auf einer mit Baumwolle beschlagenen Unterlage mit Stecknadeln fixiert und anschließend benetzt werden. Mehrmaliges Einsprühen und an der Luft trocknen lassen zieht den Stoff gleichmäßig zusammen. Selbstverständlich kann auch gebügelt werden. Voraussetzung für den Einsatz von Stärke ist auf jeden Fall, dass der Quilt (das Topp) nach Fertigstellung ausgewaschen wird! Andernfalls kann die Arbeit Silberfische anziehen!!